Interview mit IWC-Betriebsleiter Andreas Voll: Zentrale Produktion unter einem Dach

Die gesamte Produktion ist an einem Ort konzentriert, die verschiedenen Prozesse werden weitestgehend optimiert und die handwerkliche und präzise Technologie harmonisch integriert Die Vollendung seiner Arbeit ist der Keim einer lang gehegten Hoffnung, die sich endlich erfüllt hat.

IWC IWC Neues Uhrmacherzentrum

Warum ist das neue Uhrmacherzentrum ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der IWC-Entwicklung?
AndreasVoll: Es ist das erste Mal in unserer Firmengeschichte, dass die Produktion der Bewegungskomponenten, des Kerns und des Gehäuses an einem Ort konzentriert ist. Dieser außergewöhnliche und wichtige Schritt gibt uns die Möglichkeit, den Produktionsprozess so genau wie möglich zu implementieren, um einen reibungslosen Betrieb und eine überlegene Qualität zu gewährleisten. Zum Beispiel von Rohstoffen über einzelne Bewegungskomponenten bis hin zu fertigen Bewegungen – alle Wertschöpfungsprozesse werden in einer logischen Reihenfolge auf derselben Etage durchgeführt. Und das Büro ist sehr nah an der Produktionswerkstatt, was auch zur Kommunikation und schnelleren Koordination zwischen verschiedenen Abteilungen beiträgt. Dies ist ein Traum, den ich nie geändert habe, seit ich 2007 zu IWC kam.

Gibt es noch andere Funktionen?
AndreasVoll: Das neue Uhrmacherzentrum verfügt über viel Tageslicht und ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze, die unseren Mitarbeitern hervorragende Arbeitsbedingungen bieten. Natürlich berücksichtigen wir auch die Nachhaltigkeit: Zum Beispiel haben wir Sonnenkollektoren auf dem Dach installiert und Wasser aus zwei Grundwassersammelvorrichtungen zum Kühlen und Heizen. Wir verwenden automatische Lichtsteuerung und LED-Lichtquellen, um den Energieverbrauch zu senken. Es gibt auch ein sensorgesteuertes Beschattungssystem, das verhindert, dass unnötige Wärme in das Gebäude gelangt. Zum anderen nutzen wir die Abwärme der Anlagen voll aus und nutzen – wie in der Schaffhauser Altstadt – nur die kohlendioxidfreie Schweizer Wasserkraft.

IWC IWC New Watchmaking Center_Willkommen

Was sind die großen Herausforderungen bei diesem Projekt?
AndreasVoll: Es gibt viele Herausforderungen wie dieses Volumenbauprojekt, sowohl in der Entwurfsphase als auch in der Bauphase. Zum Beispiel haben wir vor dem Start viel Zeit mit der Planung des Produktionslayouts verbracht, in der Hoffnung, ein perfektes Design zu erstellen und jeden Produktionsprozess genau zu definieren. Unser Ziel war es immer, sowohl Produktionsbedingungen als auch ein ästhetisches Erscheinungsbild zu erreichen. In dieser Phase engagieren wir auch unsere Mitarbeiter, um ihr umfangreiches Fachwissen optimal zu nutzen. So können wir heute nicht nur die Früchte dieser Bemühungen genießen, sondern unsere Mitarbeiter haben auch ein starkes Gefühl für die Identität mit diesem neuen Gebäude. Auf dem Weg dorthin sind wir auch anderen Herausforderungen begegnet: Wir haben nur 21 Monate intensiv gebaut, und das gesamte Projekt, an dem etwa 80 Baufirmen beteiligt waren, muss zwischen ihnen koordiniert werden. Schließlich erfordert der Umzug von Maschinen und Arbeitsplätzen auch starke logistische Abläufe, die sorgfältig geplant und genau nach Zeitplänen durchgeführt werden müssen.

Welche Innovationen sind besonders stolz auf Sie?
AndreasVoll: Um die perfekte Produktqualität zu erreichen und die strengen Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen, hat sich unsere IWC seit jeher an die Kombination traditioneller Uhrmacherkünste und modernster Produktionsmethoden und -technologien gehalten. Zum Beispiel verwenden wir ein spezielles hochpräzises Dreh- und Fräszentrum, das fortschrittliche Technologie zur Herstellung von Bewegungskomponenten und Gehäusekomponenten umfasst. Dies ermöglicht es uns, die minimale Produktionstoleranz für eine hohe Zuverlässigkeit auf einige Tausendstel Millimeter zu beschränken. Die Montage unserer Self-Hosting-Kernprodukte erfolgt dagegen in sorgfältiger Handarbeit. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir den Montageprozess verschiedener Uhrwerkserien neu organisiert und in mehrere spezielle Montagelinien gegliedert haben. Dies ermöglicht es uns nicht nur, die Unternehmensvision des Gründers Florentine AriostoJones systematisch umzusetzen, dessen Vision an vorderster Front der Zeit steht, sondern gleichzeitig die Fähigkeit zu maximieren Optimieren Sie die Qualitätsstandards verschiedener Montageprozesse.

IWC IWC New Watchmaking Center_Gästezimmer

Auf welche Höhepunkte freuen sich die Besucher?
AndreasVoll: Das neue Uhrmacherzentrum ist ein kompromissloser „Meilenstein“ – nicht nur für unseren Produktionsprozess selbst, sondern auch für die Besucher. In dem Produktionsbereich, in dem natürliches Licht gebadet wird, können Besucher jeden Schritt unseres Produktionsprozesses von den Kern- und Fallprodukten aus vollständig nachvollziehen – aus nächster Nähe erleben und erleben. Wir präsentieren den Besuchern die Produktionsschritte über eine übersichtliche Anzeigetafel, auf der dafür eingerichteten Werkbank können die Ventilatoren sogar versuchen, kreisförmige Körnungen oder Steine ​​auf die Bewegungsteile zu setzen. Auf diese Weise können sie nachvollziehen, wie viel Konzentration und Geduld unsere Fachkräfte in der täglichen Arbeit aufgewendet haben und welcher Einfallsreichtum und welche Fähigkeiten hervorragend sind.

IWC IWC New Watchmaking Center_Cycle Assembly Work

Was sollen wir als nächstes tun, wenn wir in die Zukunft schauen?
AndreasVoll: Derzeit sind rund 230 Mitarbeiter im Uhrmacherzentrum beschäftigt. Das neue Gebäude bietet jedoch Platz für bis zu 400 herausragende Experten, und die Aufteilung des Gebäudes ist sehr flexibel. Daher hat IWC auch in Zukunft viel Raum für Wachstum. Ich weiß nicht, ob wir jedes Detail sorgfältig geplant und gestaltet haben, wie Kurt Klaus seinen legendären ewigen Kalender behandelt – aber ich kann mir sicher sein, dass wir in der Zukunft ziemlich lange sind. Es besteht keine Notwendigkeit, die Erweiterung des Gebäudes im Laufe der Zeit zu berücksichtigen.